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Memelland & Kurische Nehrung

Kurische Nehrung - Memelland


 

Kurzbeschreibung:


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Memelland & Kurische Nehrung

Der nördliche Teil der Kurischen Nehrung und das Memelland liegen im Südwesten Litauens und gehören zu den schönsten und interessantesten Plätzen unseres Kontinentes. Mit der Kurischen Nehrung eröffnet sich dem Besucher eine faszinierende Naturlandschaft, rund 100 km lang und maximal 4 km breit. Nur 400 m trennen an der schmalsten Stelle das silberglitzernde Haff von der tiefblauen Ostsee. Wind und Wellen gaben der Nehrung mit ihren goldgelben Stränden und dem dunklen Grün des Elchwalds ein unverwechselbares Gepräge. Schier endlose und bis zu 60 m hohe Wanderdünen bilden mit ihren gewaltigen Sandmassen die einzig echte Wüste Europas. Im Kontrast dazu das Memelland: ein verträumter Landstrich, in dem die Zeit stehen zu bleiben scheint, mit kleinen Häusern, die sich unter dem Kirchturm ducken, mit Storchennestern und Ziehbrunnen. Die Vogelwarte in Venté zählt zu den bedeutenden Stationen Europas. Sehenswert sind hier auch für Nicht-Ornithologen die riesigen Fanganlagen.

Karte:
Karte Masuren Routenverlauf

Veranstalter:
DNV-Tours


Termine & Buchung

Termine • Preise
• Buchungsanfrage

Ansprechpartner
Frau Gerasimova
Telefon: 07154.131834
E-Mail: gerasimova@dnv-tours.de

Charakteristik
• Individuelle Radreise
• Landschaftsprofil: meist flach, gelegentlich hügelig, jedoch ohne nennenswerte Steigungen
• Streckenbeschaffen-
heit: ruhige, asphaltierte Nebenstraßen, Radwege, teilweise Schotterwege
• Tagesetappen:
ca. 15 - 55 km
• Gesamtlänge:
ca. 216 km
• Schwierigkeitsgrad:
leicht bis mittel, für Radler mit normaler Kondition geeignet
• Reisedauer: 8 Tage
• Bequemlichkeit:
dank Gepäcktransport tagsüber leichtes Radfahren
• Unterbringung:
in Mittelklassehotels oder Pensionen

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Tourenverlauf:


1. Tag: Anreise nach Memel
Anreisemöglichkeiten:
(a) ...per PKW „über Land“ nach Klaipeda [Memel].
(b) ...per » Fähre von Sassnitz oder Kiel nach Klaipeda. Sie können Ihren PKW mitnehmen oder den Wagen in Kiel bzw. Sassnitz abstellen.  
(c) ...per Flug mit der SAS nach Palanga [Polangen], auf Wunsch Transfer zum Starthotel.
(d) ...per Flug mit der Air Baltic via Riga nach Palanga, auf Wunsch Transfer zum Starthotel.
Bei allen Anreisearten: abends Toureneinweisung und Radübergabe im Starthotel. Wer will, unternimmt einen Bummel durch die restaurierte Altstadt. Übernachtung in Klaipeda.

2. Tag: Klaipeda – Sturmai (ca. 55 km)    
Ihre erste Radetappe führt Sie durch die landschaftliche Vielfalt von Heideflächen, Mooren, Sümpfen und fischreichen Seen des verträumten Memellandes zur Windenburger Ecke. Ein kurzer Stopp lohnt in Kintai, einer Siedlung, die von einem 600 ha großen Kiefernwald umgeben ist. Hier war 1888 - 1912 der litauische Philosoph und Schriftsteller Vydunas (1868 - 1953) als Lehrer tätig. Im Gebäude der alten Schule befindet sich das Vyd?nas-Kulturzentrum, dabei wurden auch ein kleines Museum und eine Kunstgalerie eingerichtet. Der Küstenstreifen zwischen Kintai und Vente [Windenburg] war und ist wieder für viele Maler ein beliebter Ort für Freilichtmalerei im Sommer. Die Übernachtung findet im idyllisch am Haff gelegenen Dorf Sturmai statt.

3. Tag: Vente – Minija (ca. 15 km)
Die Halbinsel Windenburg ragt wie ein Pfeil ins Haff hinein und bildet für die Zugvögel einen markanten Orientierungspunkt. Auf der Landzunge bei Vente [Windenburg] befindet sich eine bedeutende Vogelwarte. Bis zu 1 Mio. Vögel ziehen vor allem im Frühsommer und Herbst täglich durch, etwa 140 Arten werden jährlich registriert. Von dort radeln Sie zum Dorf Minija [Minge] an der Minge, das als Venedig unter den Delta-Dörfern bezeichnet wird. Die Häuser stehen auf beiden Seiten des Flusses, der als Straße des Ortes gilt. Beiderseits des Flusses wohnende Leute können einander nur mittels der Boote erreichen. Rückkehr nach Sturmai.

4. Tag: Memelland – Nida [Nidden] (ca. 40 km)
Die erste Station machen Sie in Silute [Heidekrug]. Hier lohnt ein Besuch der evangelischen Stadtkirche mit ihrem 50 m hohen Turm. Weiter radeln Sie nach Rusne [Russ], einem alten Fischerdorf, idyllisch auf einer Flussinsel im Memeldelta gelegen. Über das Dörfchen Skirvytele mit schönen, alten und liebevoll gepflegten Fischerhäusern geht es nach Uostadvaris [Kuwertshof], von wo Sie das Kurische Haff per Boot nach Nidden überqueren. Je näher Sie der Kurischen Nehrung kommen, umso größer zeichnet sich das gold glitzernde Band der Dünen vom Horizont ab. Mit etwas Glück sehen Sie einen Kurenkahn, der nach historischem Vorbild gebaut wurde. Übernachtung in Nida.

5. Tag: Nida
Viele Künstler wie Ernst Mollenhauer, Lovis Corinth und auch Thomas Mann zog die Idylle des verträumten Fischerdorfes an. Sie sollten sich etwas Zeit nehmen, um den Zauber Niddens einzufangen. Sehenswert sind der alte Friedhof mit seinen eigentümlichen Kurenkreuzen, das Thomas-Mann-Haus mit dem berühmten „Italienblick“, das Hermann-Blode-Haus und die Hohe Düne. Eindrucksvoll ist auch der Blick auf das „Tal des Schweigens“, eine Senke inmitten der Wüste. Die Bernsteingalerie des in Litauen bekannten Fotografen Mizgiris lohnt einen Besuch. Wer Bernsteinschmuck sucht, wird in Nidden sicher fündig, hier werden die schönsten Arbeiten an der Ostseeküste angeboten. Übernachtungen in Nida.

6. Tag: Nida – Juodkrantè – Klaipeda (ca. 52 km)
Über Preila [Preil] und Pervalka [Perwelk] gelangen Sie nach Juodkrantè [Schwarzort] mit dem berühmten Hexenberg. Hier sind bizarre Holzfiguren der litauischen Sagenwelt zu sehen. Vor dem Ort befindet sich eine Reiherkolonie, die zur Brutzeit ein lebhaftes Spektakel verbreitet. Weiter radeln Sie am Haff entlang zum Kontrollpunkt des „Nationalparks Kurische Nehrung“. Über sanfte Hügel geht es dann zur Süderspitze, wo ein kleines ethnografisches Museum Zeugnis gibt über die Lebensweise früherer Zeit. In einem alten preußischen Fort befindet sich ein Meeresmuseum. Von der Süderspitze gelangen Sie per Fähre nach Klaipeda. Dort Übernachtung.

7. Tag: Klaipeda – Palanga – Klaipeda (ca. 54 km)
Der Kur- und Badeort Palanga liegt ca. 25 km nördlich von Memel. Sie radeln durch den Ort Nimmersatt („…wo das Reich sein Ende hat...“), einst Grenze des Deutschen Reichs. Scheinbar endlos erstreckt sich der breite Strand mit feinem weißem Sand, gesäumt von Küstenwäldern. Der Ort Palanga bietet einen schönen Park, der mit alten Bäumen, Blumen und Skulpturen zum Verweilen einlädt. Kehren Sie in eines der zahlreiche Cafés und Restaurants ein. Einen Besuch lohnt das berühmte Bernsteinmuseum im Schloss Tiskiewicz. Die Ausstellung zeigt neben der Entstehung und Gewinnung des „Golds der Meere“ etwa 18.000 Exponate, darunter auch Stücke mit Einschlüssen vorzeitlicher Pflanzen und Insekten. Übernachtung in Klaipeda.

8. Tag: Verlängerung oder Rückreise
Wer keine Verlängerung in Nidden gebucht hat, tritt die individuelle Heimreise an.

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