|
Kinzigtalradweg: Von der Freudenstadt bis Offenburg
Stand: 05.02.2012 Herrliche Radtour durch das Kinzigtal mit sehenswerten Orten
(Seitenanfang) Kinzigtalradweg über Loßburg NEUE AUSSCHILDERUNG: Landschaftlich einmalige Fahrradtour durch das enge Kinzigtal. Sie starten in Freudenstadt und radeln erst 2,5 Kilometer bergauf auf den Bergrücken "Kienberg". Die S-Bahn von Offenburg (oder vielen Orten am Weg) zurück nach Freudenstadt ist eine willkommene Rückfahrmöglichkeit, die die Fahrradtour zum Rundkurs machen kann. Startpunkt: Freudenstadt
(Seitenanfang)
![]()
Wir empfehlen die Karten des Landesamtes für Geoinformation und Landesentwicklung Baden-Württemberg mit Radwanderwegen 1:50.000. Die Karten sind mit Höhenlinien ausgestattet.
(Seitenanfang)
|
|
||||||||
|
Zeichenerklärung, Legende: -> Ort: zeigt die Entfernung zum nächsten Ort (Seitenanfang) Entfernungen: -> Loßburg: 9,5 km, <- Freudenstadt: 0,0 km, ->O Ziel: 91,5 km, O<- Ausgangspunkt: 0,0 km Zwischen hohen Schwarzwaldbergen liegt Freudenstadt. Die Stadt
wurde von Friedrich I. erst 1599 zur Erzgewinnung im benachbarten
Christophtal gegründet. Er holte dazu aus dem Salzburgischen
Protestanten, die in ihrem Land unwillkommen waren und ließ
sie hier ansiedeln.
Noch heute ist der quadratische Stadtplatz in nahezu unveränderter Weise erhalten. Freudenstadt hat sich zwischenzeitlich zum Wintersport- und Luftkurort gemausert und wird von Touristen und Besuchern nahezu überrannt. Die Radtour beginnt am Bahnhof von Freudenstadt. Das ist sehr praktisch, denn so können Sie die Rückfahrt mit der S-Bahn von Offenburg aus planen. Der Radweg ist sehr gut beschildert. Zunächst geht es nach Süden entlang der Bahnhofsstraße. Dann zweigt der Radweg gut beschildert auf die Herzog-Eberhard-Straße ab und führt auf ihr stark bergauf auf die Konrad-Schott-Straße ab, geht auf der Stumpengartenstraße weiter auf die Landhausstraße, dann auf die Palmenwaldstraße, um dann nach rechts auf die Lauterbadstraße zu münden. Nach links geht es dann steil bergauf auf die Friedrich-Ebert-Straße, die in die Herzog-Friedrichstraße mündet und danach auf den Kienberg führt.
Der Radweg führt nun in den Wald entlang von herrlichen Nadelbäumen.
Zunächst geht es noch einmal bergauf und danach erreichen Sie eine Kreuzung, an der es nicht ganz klar ist, ob Sie geradeaus oder nach rechts abzweigen sollen. Nach rechts ist richtig, der Weg ist auch neuer. Entlang dieser Abfahrt steht auch ein moosbewachsener Baumstumpf.
Der Radweg bleibt im Wald und führt jetzt gut beschildert immer leicht bergab auf Loßburg zu. Beim Ortsteil Rodt erreichen Sie wieder freies Feld und die ersten Häuser. Entlang dem "Breuningerweg" radeln Sie bergab auf die "Obere Schulstraße" zu und erreichen Loßburg. |
|
(Seitenanfang) Entfernungen: -> Alpirsbach: 13,5 km, <- Freudenstadt: 9,5 km, ->O Ziel: 82,0 km, O<- Ausgangspunkt: 9,5 km Vorsicht, die Beschilderung ist hier nicht eindeutig: Von der "Oberen Schulstraße" zweigen Sie in die Straße "Am Wassergraben" ab. Am Übergang zum "Schlossring" steht die Mechanik einer alter Lohmühle.
Der Radweg folgt nun dem "Schlossring" und überquert dann die Durchgangsstraße B294. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite folgt er der "Wallstraße" und führt auf der "Arthur-Hehl-Straße" durch das Industriegebiet. Auf der "Vierundzwanzig-Höfe-Straße" verlassen Sie Loßburg und fahren leicht bergab in Richtung des bewaldeten Tales. Nun geht es fast 14 km im Wald dem Hang entlang nach Alpirsbach.
Vom Startpunkt in Freudenstadt bis Alpirsbach erradeln Sie sich über 450 Höhenmeter! Vergessen Sie nicht, Getränke mitzunehmen. Der Waldweg ist naturbelassen mit einer verdichteten Oberfläche und lässt sich auch mit Tourenrädern gut befahren.
Nach einer Kehre führt der Radweg steil bis sehr steil hinunter ins Kinzigtal. Das letzte Stück ist sehr steil! Überqueren Sie die L415 und lassen sich nicht von der alternativen Beschilderung in Richtung Freudenstadt irritieren. Auf einer kleinen Straße links der Kinzig erreichen Sie nun Alpirsbach. |
|
(Seitenanfang) Entfernungen: -> Schenkenzell: 8,0 km, <- Loßburg: 13,5 km, ->O Ziel: 68,5 km, O<- Ausgangspunkt: 23,0 km Alpirsbach ist eigentlich eine Klostergründung. Die Grafen
Rutmann von Hausen, Alwig von Sulz und Adalbert von Zollern gründeten
hier im Jahre 1095 ein Benediktinerkloster.
Viele öffentliche Ämter wurden in das bestehende Kloster integriert, wie das Rathaus, die evangelische Kirche und das Pfarrhaus. Sehenswert ist auch ein spätromanischer Wohnturm, der ursprünglich zu einer Wasserburg der Burgvögte (13. Jahrhundert) gehörte. Das "Schlössle", ein schönes Fachwerkhaus, war Sitz des geistigen und amtlichen Verwalters.
Der Rest der Stadt verteilt sich um den romantischen Fluss. Steinbrücken und alte Häuser schmiegen sich an die schnell fließende Kinzig. Der Radweg folgt der rechten Seite der Bahnlinie. Ab und zu wechselt er durch niedliche Unterführungen die Seite der Bahn und durchquert dann den kleinen Ort Rötenbach. Danach kommt eine kleine "Bergpassage", bei der sie kurz das Tal nach rechts verlassen und eine Steigung bei der Teufelsküche überwinden.
Aber gleich darauf geht es auf der alten Kinzigtalstraße verdientermaßen wieder bergab ins Kinzigtal.
Von der alten Straße haben Sie einen schönen Ausblick auf das moderne Schenkenzell. |
|
(Seitenanfang) Entfernungen: -> Schiltach: 4,0 km, <- Alpirsbach: 8,0 km, ->O Ziel: 60,5 km, O<- Ausgangspunkt: 31,0 km Die äußerlich barocke Kirche St. Ulrich begrüßt den Radfahrer am Ortseingang von Schenkenzell. Die Kirche ist - obwohl äußerlich neu - recht alt und war der Namensgeber für "Schenkenzell". Die Kirche wurde mit der Zeit zu klein und so wurde 1980 entschieden, sie nach den Vorgaben des einstigen Architekten größer wieder aufzubauen.
Ein Teil der Innenausstattung stammt aus einem benachbarten Kloster. Schenkenzell liegt an der Mündung der kleinen Kinzig in die "normale" Kinzig..
Der Radweg folgt nun der Straße leicht bergab und umfährt den Hügel der ehemaligen Burg. Die Burgruine Schenkenzell liegt etwa einen Kilometer außerhalb von Schenkenzell in Richtung Schiltach.
Weiter geht's auf einem asphaltierten Radweg links neben der B294. In Schiltach zweigen Sie nach links vom Radweg ab und fahren leicht bergauf in die historische Altstadt. |
|
(Seitenanfang) Entfernungen: -> Halbmeil: 7,0 km, <- Schenkenzell: 4,0 km, ->O Ziel: 56,5 km, O<- Ausgangspunkt: 35,0 km Schon zu Römerzeiten war dieser Ort besiedelt, da hier
die Römer-Straße von Straßburg nach Rottweil
verlief.
Das "Gerberviertel" liegt naturgemäß direkt an der Kinzig. Es musste schon zahlreiche Überschwemmungen über sich ergehen lassen, ist aber heute ein wahres Schmuckstück. Am Ortsende mündet die Schiltach in die Kinzig.
Der Radweg folgt ab Schiltach direkt dem schnell dahinfließenden
Fluss und berührt die kleinen Orte nur.
Der einzige größere Ort auf dem Weg nach Wolfach ist Halbmeil. |
|
(Seitenanfang) Entfernungen: -> Wolfach: 6,0 km, <- Schiltach: 7,0 km, - >O Ziel: 49,5 km, O<- Ausgangspunkt: 42,0 km Der Radweg durchquert den Ort und führt dann entlang der Bahnlinie weiter talabwärts.
Vor Wolfach weitet sich das Tal durch den Zusammenfluss der Wolf, die von Norden aus einem engen Tal in die Kinzig mündet. |
|
(Seitenanfang) Entfernungen: -> Hausach: 5,0 km, <- Halbmeil: 6,0 km, ->O Ziel: 43,5 km, O<- Ausgangspunkt: 48,0 km Hier mündet die Wolf ins Kinzigtal. Flößerei
und der Erzreichtum des Nebentales führten dazu, dass die
Herren von Wolfach schon im 11. Jahrhundert eine Burg am Zusammenfluss
von Kinzig und Wolf erbauten. Zahlreiche Zerstörungen und Brände beutelten den Ort. Der letzte große Stadtbrand war 1892. Wolfach ist auch ein Zentrum der alemannischen Fasnet.
Sehenswert sind das Schloss, das Rathaus und die spätgotische Laurentiuskirche.
Auf der anderen Seite der Kinzig führt der Radweg entlang einem Stauwehr weiter. Das Tal weitet sich nun zusehens und landwirtschaftliche Nutzung der Felder breitet sich nun aus.
Entlang dem Hochwasserdamm erreichen Sie Hausach. Wer in die Stadt will, muss den Radweg durch eine Unterführung verlassen und erreicht dann den Ortskern. |
|
(Seitenanfang) Entfernungen: -> Haslach: 7,0 km, <- Wolfach: 5,0 km, ->O Ziel: 38,5 km, O<- Ausgangspunkt: 53,0 km Hausach liegt am Zusammenfluss von Gutach und Kinzig. Der
Ort ist ein Verkehrsknotenpunkt und industriell orientiert.
Etwas südlich von Hausach liegt in Richtung Gutach das
Freilichtmuseum "Vogtsbauernhöfe". Der Radweg folgt nun wieder dem Hochwasserdamm und bietet traumhafte Ausblicke auf die angrenzenden Schwarzwaldberge.
|
|
(Seitenanfang) Entfernungen: -> Steinach: 4,5 km, <- Hausach: 7,0 km, ->O Ziel: 31,5 km, O<- Ausgangspunkt: 60,0 km Haslach verdankt seine Gründung dem Erzbau. Bereits 1240
wurde es gegründet und entwickelte sich zum Zentrum des
Silberbergbaus.
Nach Haslach führt der beschilderte Radweg etwas verwirrend unter einer Eisenbahnbrücke durch, um schließlich wieder neben den Gleisen zu landen. Die Schwarzwaldberge sind hier steil und die Blicke in die Seitentäler romantisch.
|
|
(Seitenanfang) Entfernungen: -> Biberach: 5,0 km, <- Haslach: 4,5 km, ->O Ziel: 27,0 km, O<- Ausgangspunkt: 64,5 km Steinach wurde 1139 erstmals urkundlich erwähnt. Doch
weist der Ortskern heute keine historischen Gebäude mehr
auf, weil ein alles vernichtender Brand 1704 alle zerstörte.
In Steinach unterqueren Sie die Bahn und radeln durch eine weite Talsohle auf einer kleinen unbenannten Straße. Verkehr herrscht hier fast keiner, da die B33 in erreichbarer Nähe verläuft. Auf einer Brücke überqueren Sie die Kinzig und B33 und erreichen den Ortskern von Biberach. |
|
(Seitenanfang) Entfernungen: -> Gengenbach: 9,0 km, <- Steinach: 5,0 km, ->O Ziel: 22,0 km, O<- Ausgangspunkt: 69,5 km In Biberach ist das Kettererhaus sehenswert. Es beherbergt das Heimatmuseum und ist nach seinem ursprünglichen Besitzer, dem Schmied Ketterer, benannt. Ab hier folgt der Radweg dem Hochwasserdamm. Das Tal weitet sich zusehens und die ersten Weinhänge tauchen an den gerodeten Schwarzwaldhängen auf.
Durch ein Neubaugebiet erreichen Sie die Brücke in die historische Altstadt von Gengenbach. |
|
(Seitenanfang) Entfernungen: -> Ohlsbach: 5,5 km, <- Biberach: 9,0 km, ->O Ziel: 13,0 km, O<- Ausgangspunkt: 78,5 km Im achten Jahrhundert wurde hier bereits eine Benediktinerabtei
gegründet.
Sehenswert sind das Rathaus, der Röhrbrunnen, das Löwenbergpalais
und die ehemaligen Türme.
Der Radweg folgt der Straße L99 in Richtung Ohlsbach leicht bergan. |
|
(Seitenanfang) Entfernungen: -> Ortenberg: 3,5 km, <- Gengenbach: 5,5 km, ->O Ziel: 7,5 km, O<- Ausgangspunkt: 84,0 km
Durch Ohlsbach fährt man auf der Straße. Der Radweg
zweigt am Ortsende nach links in die Felder ab. |
|
(Seitenanfang) Entfernungen: -> Offenburg: 4,0 km, <- Ohlsbach: 3,5 km, ->O Ziel: 4,0 km, O<- Ausgangspunkt: 87,5 km An der Stelle einer alten Zähringerburg aus dem 11. Jahrhundert,
die aber zerstört wurde, steht heute eine neugotische Burg
und überragt dominant das Tal.
Der Radweg umfährt den Burgfried und führt in den Ort. Über eine Kreuzung erreichen Sie den weiterführenden Radweg, der zwischen Zwetschgen- und Pflaumenplantagen in ein Naturschutzgebiet vor Offenburg führt. |
|
(Seitenanfang) Entfernungen: -> Unterkochen: 0,0 km, <- Offenburg: 4,0 km, ->O Ziel: 0,0 km, O<- Ausgangspunkt: 91,5 km Offenburg wurde von den Zähringern 1101 gegründet
und entwickelte sich rasch zur Stadt. Bereits 1240 wurde es zur
freien Reichsstadt.
Sehenswert sind das Rathaus, das im klassizistischen Stil erbaute Salzhaus, der barocke "Königshof", der die Landvogtei beherbergte, und die prächtigen Giebelhäuser.
15 Meter unter der Erde kann in der Gerberstraße ein ehemals jüdisches Tauchbad besichtigt werden. |
|
(Seitenanfang)
|