Radweg über den BernardinopassStand: 17.08.2007 |
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1. Etappe Bernardino: Von Lindau bis Chur Von der Inselstadt Lindau bleiben wir auf dem Bodenseeradweg bis zur Rheinmündung. Entlang des Rheins führt die Tour meist auf dem Damm über Buchs, Vaduz und Landquart nach Chur.
Übersichtskarte:
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Wir starteten um 10.00 Uhr morgens in Lindau. Das Wetter war traumhaft: Sonne, blauer Himmel und eine riesige Fernsicht. Die Wochen zuvor hatte es ausschließlich geregnet, aber an diesem Wochenende hatte Petrus ein Einsehen. Wir folgten dem Radweg von Lindau aus über das Freibad in Richtung der österreichischen Grenze. Bei Lochau wurde der Radweg jetzt so verlegt, dass man ohne große Formalitäten neben dem Grenzhäuschen vorbeifahren kann. Man geht aber davon aus, dass jeder seinen Pass dabei hat. Durch das Naturschutzgebiet erreichen wir
schließlich die felsige Strandpromenade vor Bregenz. Vor
uns die weite Sicht auf das Rheintal und die Appenzeller Berge.
Noch glänzt der See in der Morgensonne! Aus Neugier besuchen wir die Seebühne. Sie besteht in diesem Jahr aus einem geöffneten Buch, in dem ein alles überragender riesiger Knochenkarle blättert.
Auf der rechten Rheinseite fahren wir neben dem Damm flussaufwärts. Der Radweg wechselt ab und zu vom Hauptdamm in die Überlaufbecken, die allerdings noch von den "himmlischen Ergüssen" der vergangenen Wochen teilweise überflutet oder vom Schwemmsand bedeckt sind. Bald passieren wir Diepoldsau und Kriessern. An an Grenzorten besteht immer die Möglichkeit über teilweise interessant aussehende Brücken auf die andere Rheinseite zu wechseln.
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So passieren wir die Grenzübergänge Koblach, Platten und Büchel. Die Temperatur hat zwischenzeitlich die 30 Grad-Marke überschritten und sämtliche Trinkgefäße sind schon leer. Der Hunger drückt!
Den ersten Versuch zu Essen starten wir in
Bangs. Der Zöllner teilt uns auf Nachfrage mit, in Bangs,
ein Kilometer ins österreichische Landesinnere, gäbe
es eine Wirtschaft. Zur Weiterfahrt wählten wir jetzt die
linksrheinische Seite und fuhren bis zur nächsten Ortschaft,
die schon auf liechtensteinischem Gebiet liegt. Wir blieben weiterhin auf der linken Rheinseite
und bewunderten die zahlreichen Stadien und Fussballplätze
der lichtensteinischen Orte. Die Größe und Ausstattung
wuchs, als gäbe es einen Preis zu gewinnen. Vaduz liegt paradiesisch am Fuss einer hohen Bergkette. Das historische Schloss der Fürstenfamilie beherrscht das ganze Tal. In der Innenstadt - wir mussten auch hier eine Trinkpause einlegen (32 Grad) - war die Hölle los. Busse mit Amerikanern, Japanern und Chinesen!
Eine lange, fast gerade Etappe brachte uns
bis Trübbach. Hier muss man unbedingt auf die rechte Rheinseite
wechseln. Der linke Weg führt weiter bis zu einem Parkplatz
und endet dort jäh!
Also zurück zur Brücke von Trübbach
am grußlosen Radfahrer vorbei, dessen Schadenfreude wir
bewusst ignorierten.
Auf der rechten Rheinseite geht es vorbei an kleinen Stahlbetonbunkern weiter. Auf der linken Rheinseite erhebt sich eine gewaltige Felswand - der "Fläscher Berg", an der der Rhein direkt vorbeiführt. An der nächsten Brücke - Abzweigung nach Fläsch - ging es gut beschildert wieder auf die linke Rheinseite. Der Radweg führte in einem lichten Wald zwischen Rhein und Autobahn auf Landquart zu. Die Steigung wurde seit der Brücke stärker. Gleichzeitig floss der Rhein in einem tieferen Bett, so dass ein Damm überflüssig wurde.
Wieder quälte uns der Durst und wir planten einen Halt in Landquart ein. Über den Bahnübergang - es ging mehrmals hoch und runter - erreichten wir die Innenstadt und bestellten den inzwischen liebgewonnenen "Suure Most" mit zusätzlichem Mineralwasser. Wieder zurück auf dem Radweg folgten
wir noch kurz dem Rhein, dann bog der Radweg durch eine Au in
eine breite Ebene vor Zizers ein. Der geschotterte Weg durchmaß
die Felder und berührte schließlich die Industrieanlagen.
An einem Sporthotel vorbei - wir konnten den Durst nach Most gerade noch so verdrängen - folgte der Radweg einem Arm, der hier in zwei separate Trassen aufgeteilten Autobahn. Recht schnell erreichten wir den Anfang von Chur und entschlossen uns, aufgrund der fortgeschrittenen Zeit, hier zu übernachten. Der ausgeschilderte Radweg Nr. 6 führt
direkt im Tal weiter auf Bonaduz zu, wir mussten aber in die
Innenstadt! Etwas weiter in der historischen Altstadt
fanden wir in einem angesehenen Hotel noch das letzt verfügbare
Zimmer. Was uns noch mehr freute, war die kulinarische Auszeichnung
des Hotels. Nach einer ausgiebigen Duschphase kamen unsere
Lebensgeister zurück und der Weg ins Restaurant war schnell
gefunden. Der Kellner erklärte uns, dass im Hause typische
schweizerische Gerichte mit immer frischen Zutaten natürlich
zubereitet werden.
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2.
Etappe: Von Chur
über Splügen nach San Bernadino